»Kloster = verschlossener Raum«

Ellen Luise Weise - Ausstellung -Kloster-

Reflexion des ersten Arbeitsaufenthaltes im Atelier der Lietzenburg im Februar - April 2015

In dem kleinen Inselort Kloster stand ein Zisterzienser-Kloster - 1193 erbaut, 235 Jahre in Betrieb, in den 500 Jahren danach oberirdisch restlos verschwunden.

Dieser Fakt faszinierte mich. Ich fragte mich, wenn es keine direkt sichtbaren Spuren mehr gibt, welche Merkmale, Momente usw. können mich das Damals erleben lassen?

Meer, Sand, Steine, Wind, das Licht, die Sonnenuntergänge... Worin sind die Geschichten der Klosterzeit eingeschrieben, wenn das Kloster selber nicht mehr existiert?

In einigen tausend Jahren wird es auch die Insel nicht mehr geben. Was wird trotzdem noch lesbar sein? Es wurde in den letzten 150 Jahren viel über Hiddensee geschrieben, geforscht, dokumentiert. Diese Informationen sind abgespeichert. Für immer?
Und ist die Idee von einem Gott nicht auch für immer gedacht worden?

In meiner Installation öffnete ich im Mai 2015 einen »verschlossenen Raum«. Ich nahm Sand, Steine, Strandgut, mit Linien bemalte Zeitungspapiere und meine, auf der Insel entstandenen, Zeichnungen und zeigte die verschiedenen Schichten - die historischen, geologischen, gegenwärtigen.
11 Tage Aufbau, an 2 Tagen sichtbar, am 3. Tag Auflösung.

Der Anfang am 29. Mai 2015

Orsolya Kalász liest aus ihrem aktuellen Gedichte-Zyklus.

Materialität einer Insel

Ellen Luise Weise - Ausstellung -Kloster-

Ellen Luise Weise - Ausstellung -Kloster-

Ich fragte mich, was ist "zeitlos"?

Schon vor 1000 Jahren ernährten sich die Menschen hier von Heringen. Und zwischen diesen und denen, die ich in Neuendorf von einem der letzten Inselfischer kaufte, gibt es keinen Unterschied.

Ellen Luise Weise - Ausstellung -Kloster- Hering, Aquarell

Das Ende am 31. Mai 2015

zelebration. abriss. reinigung.

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